KLEIDERSPENDE
Der weitere Weg der Kleidung
Die Kleiderspenden aus Containern der Aktion Hoffnung werden unter anderem von einem Betrieb in der Nähe von Sigmaringen auf der schwäbischen Alb weiter sortiert und unter strengen Kriterien verwertet.
Hier wird tragbare Kleidung in verschiedene Qualitätsstufen und Sorten getrennt. Diese geht in den weltweiten Handel. Aus nicht mehr tragbarer Kleidung entstehen zum Beispiel Malervlies oder Dämmstoffe. Und - leider - müssen auch ca. 15 bis 18 % Prozent (Stand Mitte 2026) der Sammelware als Restmüll entsorgt werden.
Sowohl die Aktion Hoffnung als auch der Sortierbetrieb sind Mitglied des Dachverbands FairWertung und haben sich zur Einhaltung des Fair-Wertung-Verhaltenskodex verpflichtet.
Und die Textilindustrie in Afrika?
Neuere unabhängige Untersuchungen haben ergeben, dass der Export von Kleidung auch vor Ort positive Effekte auf die Arbeitsmärkte hat: Die Kleidung aus Europa wird arbeitsintensiv für den lokalen Markt und dessen Moden angepasst. Das bedeutet umnähen, verkleinern oder auch farblich umgestalten. Da die Alternative dazu billige und meist qualitiativ schlechte Importware aus Asien ist, wird heute nicht mehr behauptet, dass der Export von gebrauchter Kleidung die Textilmärkte in Afrika zerstöre.
Quelle: Reinkenhoff, A.-K. und Ahlmann, T.: Second Hand - Second Thoughts? (Studie 2023)

